Heizung aus, Fenster auf und Fenster zu, Heizung an. Was im Prinzip kinderleicht klingt, ist in der Praxis durchaus mit einigen Fallstricken versehen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, die richtige Balance zu finden. Ein angenehmes Raumklima stellt sich nur dann ein, wenn man regelmäßig die alte gegen neue Luft austauscht. Zugleich ist es von großer Bedeutung, dabei nicht zu viel Wärme zu verlieren. Nur so lassen sich die Heizkosten senken.
In den nächsten Abschnitten erhalten Sie wertvolle Tipps rund um die Themen Richtig Heizen, gesundes Wohnklima und wie Sie effektiv Ihre Heizkosten senken.
Welches Wohnklima wird als angenehm wahrgenommen?
Grundsätzlich sollte die Temperatur für ein behagliches Wohnklima zwischen 18 und 22 Grad Celsius und die relative Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 60 Prozent liegen. Je höher die Heizung eingestellt ist, desto trockener die Luft im Raum. Unterschreitet der Wert der Luftfeuchtigkeit etwa 30 Prozent, kann es zur Reizung der Schleimhäute kommen. Liegt der Wert hingegen sehr hoch, so steigt die Schimmelgefahr - schon bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent können die Pilzsporen wachsen.
Richtig Heizen und Heizkosten senken - befolgen Sie unsere Tipps!
1. Heizen Sie alle bewohnten Räume
In der kalten Jahreszeit sollten Sie die Temperatur in allen Wohn- und Schlafräumen auf mindestens 16 Grad einstellen. Diese Regel gilt selbst für größtenteils ungenutzte Zimmer. Das hat einen einfachen Grund: Temperaturunterschiede von fünf Grad und mehr zwischen den einzelnen Räumen einer Wohnung führen schnell zu einem Problem mit Schimmel, beispielsweise wenn feuchte Warmluft in kältere Räume gelangt.
Zusätzlich sollten Sie die Türen zwischen Räumen mit größeren Temperaturunterschieden schließen. In Schlafräumen reicht meist eine niedrigere Temperatur aus als in Wohnräumen. Sind alle Türen im Haus geöffnet, entweicht warme Luft aus den gewünschten Zimmern und breitet sich auch in Räume aus, die gar nicht so stark beheizt werden müssten - dies verursacht unnötige Kosten.
2. Verhindern Sie ein Auskühlen der Zimmer
Die Wände eines Zimmers sollten zu Beginn der Heizperiode einmal richtig erwärmt werden - stellen Sie sich Ihre Wände als eine Art Wärmespeicher vor. Dieser Aufwärmvorgang benötigt zu Beginn viel Energie, macht sich aber über die kalte Jahreszeit hinweg doppelt bezahlt. Sie profitieren einerseits von einem angenehmeren Wohnklima, andererseits senken Sie Ihren Gesamt-Energieverbrauch und damit auch Ihre Heizkosten.
Während der kalten Monate sollten Sie daher alle Fenster unmittelbar nach dem Lüften wieder schließen. Auch auf die Kippstellung sollte verzichtet werden. Beim dauerhaften Lüften geht wertvolle Wärme verloren und die Wände kühlen aus. Im Anschluss kostet es dann erneut viel Energie und dauert zudem sehr lange, bis der Raum wieder richtig warm wird.
3. Heizen Sie effektiv
Entfernen Sie Möbel, die direkt vor Heizkörper stehen. Auf diese Weise kann sich die Heizungsluft ungehindert im kalten Raum ausbreiten. Dadurch stellt sich nicht nur schneller eine angenehme Zimmertemperatur ein, sondern Sie können auch noch Ihre Heizkosten senken.
Eine neue Heizung will gut überlegt sein, schließlich handelt es sich um eine nicht zu unterschätzende Investition. Die richtige Heizung ist zu finden, allerdings gar nicht so einfach. Neben den Anschaffungskosten spielen auch Wartung und die Betriebskosten eine wichtige Rolle bei der Entscheidung.
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